Solarmodule
Solarmodule werden immer zur Herstellung von elektrischer Energie benutzt. Sie enthalten als wichtigsten Bestandteil Solarzellen, die sich im Verbund zu einem Solarmodul vereinen.
Solarmodule finden Verwendung in privaten Haushalten zur Stromerzeugung, zur Versorgung von kleinen, unabhängigen Geräten (zum Beispiel Taschenrechner) oder in der Raumfahrt, um Satelliten und Sonden zu versorgen. Charakterisiert wird ein Solarmodul durch die elektrischen Anschlusswerte, die es aufweisen kann. Die Anschlusswerte hängen vor allem von den verwendeten Solarzellen, deren Anzahl und deren spezifischen Eigenschaften ab.
Ein Solarmodul benötigt ganz bestimmte Voraussetzungen, damit es sinnvoll Strom erzeugen kann. Es sollte eine transparente und stabile Abdeckung besitzen und robuste Anschlüsse. Die einzelnen Solarzellen sollten vor mechanischen Einflüssen geschützt werden. Solarzellen sind sehr spröde und zerbrechen leicht. Schon ein landender Vogel kann eine ungeschützte Solarzelle zerstören. Zudem sollte ein Solarmodul die Solarzellen vor Nässe schützen und die Solarzellen bei zu hohen Temperaturen kühlen. Zu guter Letzt sollte man ein Solarmodul auch gut befestigen können, ansonsten kann man es so gut wie gar nicht gebrauchen.
Herstellung eines Solarmoduls
Die Herstellung eines Solarmoduls ist immer recht aufwendig. Das wichtigste während der Herstellung ist die Produktion mit der aktiven Seite nach unten. Zunächst wird das Trägermaterial (meistens Glas) gereinigt und beklebt. Danach werden die Solarzellen aufgebracht und miteinander verlötet und an die Anschlüsse angeschlossen. Ist dies alles erledigt, kommen weitere Schutzfolien und ein entsprechender Rahmen dazu und dann kann die Klassifizierung erfolgen.
Solarmodule werden vor allem in Europa, Asien und Nordamerika hergestellt. Allein in China gibt es derzeit mehr als 130 verschiedene Anbieter von Solarmodulen. Die größte Nachfrage für Solarmodule gibt es in Deutschland, mehr als 60% der hergestellten Solarmodule landen hier. Neben den Produkten der inländischen Hersteller muss noch eine große Anzahl an Modulen importiert werden. Das liegt vor allem daran, dass durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz der Einsatz von Photovoltaik zur Stromversorgung stark gefördert wird.
Recycling der Solarmodule
Ein Problem ist allerdings derzeit das Recycling von Solarmodulen. Obwohl die Solarmodule eine Lebensdauer von mindestens 20 Jahren haben, sind sie für viele hundert Tonnen Elektroschrott jährlich verantwortlich. Eine Möglichkeit zum Recycling gibt es derzeit noch nicht wirklich. Im deutschen Freiberg steht allerdings eine Versuchsanlage, die bei 600° Celsius alle enthaltenen Kunststoffe verbrennt und so eine Wiederverwendung der einzelnen Solarzellen ermöglicht, die durch die Silizium- und Glasbestandteile erst bei deutlich höheren Temperaturen zerstört werden würden.