Montage Solaranlagen
Um eine geeignete Montagefläche für Solarkollektoren abzugeben, muss die Dachfläche eines Hauses nicht zwingend gegen Süden ausgerichtet sein.
Bei den in Deutschland üblichen Neigewinkeln der Dächer führen Abweichungen von der Südrichtung bis zu 30° zu wenig Einbußen. Sogar reine Ost- oder Westausrichtungen können durch die Wahl einer entsprechend größeren Solarzellenfläche ausgeglichen werden. Die Dachfläche darf einen Neigungswinkel zwischen 20° und 60° aufweisen. Hierbei führen geringere Neigungswinkel zu einer höheren Energiegewinnung zur Sommerzeit; im Winter führen steilere Winkel zu einem höheren Ertrag. Bei Flachdächern sollte die Solaranlage aufgeständert werden.
Die richtige Größenwahl bei Solaranlagen ist die beste Garantie für einen späteren zufriedenstellenden und reibungsfreien Betrieb. Grundvoraussetzung hierfür ist ein möglichst genaues Wissen um den durchschnittlichen Warmwasserverbrauch des betreffenden Gebäudes. Eventuell sollte man schon im Vorfeld Möglichkeiten zur Senkung des Energiebedarfs überdenken.
Zur Beantwortung derartiger Fragen ist es sinnvoll, vor der Montage der Solaranlage die Beratung eines Fachmanns hinzuzuziehen. Als Orientierungshilfe lässt sich sagen, dass sich für eine herkömmlichen Solaranlage in 45 Grad Schräge bei einem durchschnittlichen Wasserverbrauch von 50 Litern pro Tag und Person 1,2 m² bis 1,5 m² Kollektorfläche pro Person ergeben.